Mariachis dell desierto loco

[G2:1128 class=g2image_float_right]In der grossen Wueste von Thar erhebt sich wie ein Diamand im Sand die alte Festung der Stadt Jaisalmer. Bevor vor 40 Jahren die ersten Strassen diese Wuestenoase mit dem Rest der Welt verbindeten, waren es ausschliesslich die Nomaden die Neuigkeiten aus den umliegenden Provinzen verbreiteten und die Bevoelkerung mit Gesang und Tanz unterhielten. So war es die Berufung der einst so wichtigen Kaste der Manoanyar, die Wuesten-Mariachis, die Kaste der Musiker, Geschichtenerzaehler und Puppenspieler, die bei ihrer Ankunft in jedem Dorf das sie bereisten wie ein Zirkus empfangen wurde und die Leute vom oeden Wuestenalltag abhielt und in tagelange Partystimmung versetzte. Schon vor tausenden von Jahren verstanden diese Chipsys den Lebensstiel von Sex, Drugs and Rock'n'Roll und verbreiteten diesen mit ihrer Musik im ganzen Land.

Um so trauriger ist die Tatsache, dass der Gebrauch solch altmodischer Nachrichtendienste in der heutigen modernen Welt immer mehr an Bedeutung verliert und diese Mariachis durch mangelnder Nachfrage an den Rand des sozialen Lebens rutschen. Eine Jahrtausend alte Kultur, deren aelteste Geschichten in die Zeit des Alexander des Grossen zurueckreichen(nur durch muendiche Ueberlieferung), ist im Begriff vom Erdboden zu verschwinden und fuer immer verloren zu gehen. Ein Linzer hat sich vor 10 Jahren um dieses Problem angenommen und erichtete inmitten der Musikerkolonie in Jaisalmer ein Artist-Hotel, dass den Mariachis die soziale Lebensgrundlage ermoeglicht und versorgt sie mit Moeglichkeiten Konzerte zu geben, um diese Kultur zu erhalten. Es ist ausserdem geplant mit einer Gruppe der besten Musiker nach Europa zutouren und ich hoffe, dass sich auf diesen Weg unsere Wege wieder kreuzen und wir gemeinsame Konzerte geben koennen. Denn wie es die Ihre, als auch unsre Berufung ist, und wie es schon vor tausenden von Jahren ueblich war, die Menschenmengen in tagelange Extase zu versetzten.