Von Atacama bis Bolivien

[G2:1522 class=g2image_float_right]Hi liebe Leute!

Nach langer Zeit ein weiterer Reisebericht mit vielen, vielen Fotos. Haben euch ja von Bolivien noch gar nichts sehen lassen.

Von San Pedro de Atacama (Chile) aus, machten wir einen Ausflug zu der groessten Kupfermine der Welt-Chuquicamata. Auf dem ersten Foto ein kleiner Einblick in das grosse Loch(900m tief, 5kmx3km weit).

Danach waren wir im Valle del Muerte Sandboarden. War sehr anstrengend, immer wieder die Duene 5-10 Minuten raufzulaufen um dann 10 Sekunden wieder runterzufahren. Ausserdem ist das Kurvenfahren etwas schwierig, weil man in der Klettverschlussbindung einfach keinen gscheiten Halt hat. Aber alles in Allem war es wunderschoen und die Kulisse einfach traumhaft (Foto04). Danach gingen wir einen Teil der Strecke, bei fast Vollmond, durch einen kleinen Canyon zu Fuss zurueck. Nach 1km Wanderung nahm uns dann ein Pickup von einer organisierten Tour mit, was uns 4km ersparte.

Am Ende unseres San Pedro Aufenthaltes erfuhren wir, dass viele Landstriche in der Umgebung mit Landmienen verseucht sind. Da die Grenze zu Bolivien ja nur wenige km entfernt ist. Nach dieser supertollen Zeit in der Wueste, buchten wir eine Tour uebers Altiplano nach Bolivien. Waren insgesamt (mit
Fahrer und Koechin) 9Personen in einem Landcruiser unterwegs. Etwas eng, aber die Landschaft machte alles wett. Fuhren den ersten Tag ueber die Berge (bis auf 5000m bei 180GradC warmen Schlammgeysiren vorbei), kamen bei unzaehligen Lagunen vorbei und schliefen in Baracken-aehnlicher Unterkunft auf 4700m Meereshoehe, wo es echt eisigtskalt war(-0GradC). Die 2.Nacht verbrachten wir in dem beruehmten Salzhotel am Salar de Uyuni (riesiger Salzsee mit ca.12.000qkm Flaeche -Oesterreich ca.80000qkm-, war nur teilweise mit ca.20cm Wasser bedeckt). Alles aus Salz. Die Mauern, die Betten, Tische und Stuehle und der Fussboden (glitzerte alles wie( Schnee). Am naechsten Tag mussten wir um ca.5Uhr in der Frueh aufstehen (uff), um den Sonnenaufgang am bzw. im See zu erleben. War wunderbar. Aber bei der Temperatur, die es hatte, konnte man sich ganz leicht vorstellen, dass das Weisse rundherum nicht Salz, sonder Eis ist. Fruehstueckten dann bei der Insel im See (Inkahuasi), von deren Gipfel aus man eine herrliche Aussicht hatte. Die Insel selbst war voll mit riesigen Kakteen. In Uyuni angekommen besichtigten wir noch einen Zugfriedhof, auf dem unzaehlige alte Dampfmaschinen abgestellt wurden.

Nahmen am naechsten Tag den Bus nach Potosi. Die Fahrt fuehrte ueber bunte Berge und durch maerchenhafte Canyons. Dort angekommen mussten wir erst einmal tief Durchatmen. Potosi liegt auf einer Hoehe von ueber 4000m. Es hatte seinen Hoehepunkt zur Zeit der spanischen Eroberer, als der Silberberg, an dessen Fusse die Stadt liegt, bis zu 99Prozent reines Silber von sich gab. Die Stadt hatte damals mehr Einwohner als Paris. Laut Legenden zu Folge wird gesagt, dass die Spanier damals so viel Silber abgebaut und nach Europa verschifft haben, dass man damit eine Bruecke von Potosi bis Spanien haette bauen koennen. Damals wurden viele schwarze Sklaven zur Minenarbeit, von Afrika nach Potosi verschleppt. Da sie jedoch die Hoehe und die Kaelte im Berg nicht vertrugen, starben sie oft schon nach kurzer Zeit. Daraufhin wurden die Schwarzen in die niedriger gelegenen Coca Felder (die auf 1000m-2000m liegen) verfrachtet um dort die Feldarbeit zu verrichten. Die Ureinwohner des Altiplano arbeiteten so (Foto 16), fortan in 48Stunden langen Schichten in der Mine. Zu der Zeit wurde in Potosi auch das meiste europaeische Geld gepraegt. Wir besuchten auch eine der Minen. Liefen ca. 2 Stunden lang in engen klitschigen Gaengen im Berg umher und hatten auch die Gelegenheit, Arbeiter bei der (Hand)arbeit zu sehen. Vorher kauften wir am Markt noch Coca-Blaetter, Dynamit, 96prozentigen Alkohol und Zigaretten, um sie den Minenarbeitern als Geschenk zu uebergeben. Die Leute in den Minen arbeiten selbstaendig und werden nach Kilo und Qualitaet der Steine bezahlt, die sie abbauen. Daher nehmen ihnen die Touristen bei dem Besuch Materialien mit, die sie zur Arbeit brauchen.

Von Potosi nahmen wir ein Taxi mit anderen Reisenden nach Sucre. War nicht viel teurer als der Bus, aber bequemer und sicherer. Ausserdem konnten wir zwischendurch halten, wenn wir wollten. Wie zum Beispiel bei der schoenen Haengebruecke, die ein spanischer Architekt 18?? erbaute (Foto17). Sucre (Foto18) ist eigentlich die Hauptstadt von Bolivien, obwohl sich alles in La Paz abspielt. Ist eine wunderschoene Stadt, auch Studentenstadt. Sie wird auch die "Weisse Stadt" genannt, weil dort so viele weisse Kolonial-Haeuser gebaut wurden. Verbrachten dort eine gute Zeit, auch wieder mal mit Kino-gehen und so. Wir brauchten 3 Tage um ein Internet Cafe zu finden in dem es moeglich war DVDs zu brennen. Als wir es dann endlich gefunden hatten, brannte der CardReader ab, also brauchten wir nocheinmal 2Tage um einen zu finden und zu kaufen. Bei der Suche kommt man dann durch so ziehmlich viele
Maerkte was sehr interessant ist, da die meisten auf der Strasse sind. In Sucre haben wir auch so einige Umzuege und Demonstrationen gesehen, bei denen immer eine grosse Menge an Knallkoerpern verwendet wurde.

Von Sucre gings dann mit dem Speed Nachtbus weiter nach Santa Cruz. Dadurch dass es dunkel war, konnte man bei dieser Fahrt nur schwer abschaetzen wie tief der Abgrund, an dem wir cm nahe vorbei fuhren, war. Unser Bus brauchte 12Std im Gegensatz zu den anderen, die 16Std. fuhren. Das war eine schlaflose Nacht. Als dann die Sonne aufging hatten wir dann endlich die hohen Berge mit ihren steilen Taelern hinter uns gelassen und eine asphaltierte Strasse erreicht. Es dauerte dann noch 2 weitere Stunden vom Stadtrand bis ins bis ins Zentrum von Santa Cruz zu kommen (2Mio Einwohner Stadt).
Santa Cruz ist einer der reichsten Teile Boliviens(Sieht man auch an der Stadt), da es in dieser Gegend sehr viel Erdgas und Oel gibt.

Im Gegensatz zum kuehlen Bergwetter von Sucre, wars in Santa Cruz tropisch heiss und schwuel. Schon fast zu heiss, auch in der Nacht. Machten dort einen Ausflug in den Schmetterlingspark, wo wir Schmetterlinge gesehen haben, die so gross waren wie 2Handflaechen.

Von Santa Cruz nahmen wir ein Flugzeug nach La Paz. Wollten nicht nochmal so eine Busfahrt erleben. Der Flug kostete 490Bolivianos(=49Euro). War ein Propellerflugzeug fuer 19 Personen, waren aber nur zu 4rt-fast ein Privatjet(-:

Sind jetzt seit fast 2 Wochen in La Paz und geniessen die bunte Stadt. Es gibt fast keine Supermaerkte, aber dafuer spezielle Strassen fuer spezielle Beduerfnisse. So gibt es eine Strasse in der hauptsaechlich Kraeuter verkauft werden, ein Strasse wos Obst gibt, die naechste daneben meist dann mit Gemuese, Blumen, andere mit elektronik von einzelnen Batterien bis zu Fernseher,HiFi,....... Strassen mit Gewand, Touristen-Schmuck,-Stoff,- Gewand (ein Traum zum Einkaufen)(Foto23), Haengematten, Instrumenten (Floeten, Charangas (miniGitarren), Panfloeten), und dann gibts da auch noch den Hexenmarkt (Foto22), dort werden die schraegsten und okultesten Gegenstaende verkauft: LLama-Foetus ausgetrocknet, PachaMama Statuen in allen Groessen, Ritualgaegenstaende, Kaktus, ....

Haben uns von hier in der Umgebung die historische Staette "Tiwanaku" angesehen. Dort gabs eine 7-stufige Pyramide, Tempel, das beruehmte Sonnentor,...(Foto24) Foto25: Feldarbeit, die noch mit der Hand verrichtet wird (im intergrund Ochse mit Pflug)

Eine der schoensten und der gefaehrlichsten Strassen der Welt ist die "Deathroad". Sie faengt auf 4700m Meereshoehe in den hoechsten Bergen an und endet auf 1100m im Dschungel. Diese ca. 70km lange Strecke (immer bergab), fuhren wir mit dem Mountainbike. Dabei durchfuhren wir 2 Wolkenschichten und viele verschiedene Vegetations-Zonen. War eine einzigartige Erfahrung.(Fotos 30-40)

Wir geniessen unsere Zeit in vollen Zuegen und denken aber oft an euch alle.

Wir hoffen euch konnten die Fotos einen kleinen Einblick in unsere Reise ermoeglichen.

Melden uns bald wieder

Gaaaaaanz liebe Gruesse und vue Bussis

Eva+Christian